Kiel (dpa/lno) - Einen Tag nach dem tödlichen Schiffsunfall auf dem Nord-Ostsee-Kanal prüfen Ermittler technisches oder menschliches Versagen als Ursache. «Normalerweise begegnen sich zwei Schiffe im Nebel, und es passiert nichts», sagte Henning Storm von technisch-nautischen Fachdienst der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel am Freitag. Am Donnerstag waren nahe Albersdorf (Kreis Dithmarschen) ein Frachter und ein Containerschiff zusammengestoßen; die Brücke des Frachters riss ab. Ein 57 Jahre alter Lotse und ein 42 Jahre alter Kanalsteuerer starben, drei Männer kamen ins Krankenhaus. Unklar war am Freitag, wer wann den Steuerstand bergen sollte. Er liegt nahe der Unfallstelle im Wasser; Schiffe können dort den Kanal nur einseitig befahren.